Geldwäschebekämpfung
AML (Anti-Money Laundering) bezeichnet die Gesamtheit der Gesetze, Vorschriften und Verfahren, die darauf abzielen, Kriminelle daran zu hindern, illegal erlangte Gelder als legitime Einkünfte zu tarnen. AML-Rahmenwerke verpflichten regulierte Unternehmen zur Erkennung und Meldung verdächtiger Finanztransaktionen.
Die Geldwäschebekämpfung basiert auf einem internationalen Regulierungsrahmen, der von der FATF (Financial Action Task Force) koordiniert und auf europäischer Ebene durch aufeinanderfolgende Geldwäscherichtlinien umgesetzt wird, zuletzt durch die AMLD6. In Deutschland wird die Geldwäscheprävention durch das Geldwäschegesetz (GwG) geregelt und von der BaFin sowie der FIU Deutschland beaufsichtigt.
Die AML-Pflichten umfassen die Identifizierung und Überprüfung der Kundenidentität (KYC), die laufende Überwachung von Transaktionen, die Bewertung von Geldwäscherisiken und die Erstattung von Verdachtsmeldungen an die Financial Intelligence Unit. Verpflichtete Unternehmen müssen zudem interne Schulungsprogramme einrichten und einen Geldwäschebeauftragten benennen.
Technologische Fortschritte haben die Wirksamkeit der AML-Maßnahmen erheblich gestärkt. Künstliche Intelligenz ermöglicht die Erkennung komplexer Transaktionsmuster, die Analyse großer Datenmengen in Echtzeit und die Automatisierung der Dokumentenprüfung. CheckFile.ai trägt zu diesem Rahmenwerk bei, indem es die Echtheit der bei Identifizierungsverfahren vorgelegten Dokumente sicherstellt.
Vorschriften
Praxisbeispiele
- 1.Eine Bank erkennt eine Reihe gestückelter Überweisungen knapp unter der Meldeschwelle und löst einen AML-Alarm wegen möglicher Strukturierung aus.
- 2.Ein Zahlungsinstitut verweigert die Ausführung einer internationalen Überweisung in ein Hochrisikoland, nachdem sein AML-System Unstimmigkeiten im Kundenprofil festgestellt hat.
- 3.Eine Anwaltskanzlei erstattet eine Verdachtsmeldung bei der FIU, nachdem sie ungewöhnliche Finanzströme bei einer Immobilientransaktion festgestellt hat.